Die Alte Brücke wurde
wahrscheinlich gegen Anfang des 11. Jahrhunderts als Verbindung
zwischen Frankfurt und dem Stadtteil Sachsenhausen erbaut. Ihre erste
urkundliche Erwähnung geht zurück auf das Jahr 1222. Zu diesem
Zeitpunkt bestand sie wohl noch aus Holz, wurde aber bis zum Jahr 1276
teilweise zu einer Steinbrücke umgebaut. Als zu Beginn des 17.
Jahrhunderts der letzte Holzpfeiler weichen musste, wurden für
die Brückendecke weiterhin Holzbalken benutzt, weil man diese
im Falle eines feindlichen Angriffs schnell abmontieren konnte und die
Brücke damit für die Angreifer unbrauchbar wurde.
Über tatsächliche Erbauungszeit der
spätgotischen Alten Nikolaikirche ranken sich eine Vielzahl von
Spekulationen . Urkundlich erwähnt wurde sie erstmals im Jahre
1294 Man vermutete jedoch, dass sie bereits im 11. oder 12.
Jahrhundert erbaut wurde. Durch Ausgrabungen im Jahre 1989 konnte die
Baugeschichte endlich ermittelt werden. Unter der heutigen Alten
Nikolaikirche wurden nämlich Fundamente einer Saalkirche entdeckt
deren Bauweise eindeutig dem 12. Jahrhundert zugeordnet
werden konnte. Damals regierte der erste Staufenkaiser, Konrad der
Dritten. Damit man sich einen Eindruck über die damaligen
Abmessungen machen kann, wurden die gefunden Grundmauern im Fußboden
der heutigen Alten Nikolaikirche markiert.
Die Bockenheimer
Warte wurde 1435 als Beobachtungsturm mit Spitzhelmdach im gotischen
Stil erbaut. Damals existierte rund um Franfurt ein künstlich
angelegter Schutzgürtel aus Gräben und undurchdringlichen Dornenhecken,
genannt Frankfurter Landwehr.

überdauert. Es handelt sich um den 47 Meter
hohen Eschenheimer Turm, der hier als Eingang zur Stadt im Rahmen der
Frankfurter Befestigungsanlagen erbaut wurde.
Im Rahmen der Frankfurter Stadtbefestigung
wurde im Jahr 1478 die Friedberger Warte als burgähnlicher
Beobachtungsturm im spätgotischen Stil erbaut. An diesem strategisch
wichtigen Ort, dem höchsten Punkt von Bornheim, wurden im
schmalkaldischen Krieg die Armeen Kaiser Karls des Fünften abgewehrt.
Im Zuge dieses ersten deutschen Konfessionskriegs, der von 1546-1547
dauerte, wurden allerdings keine größeren Schlachten ausgefochten.1634
setzten Soldaten im 30-jährigen Krieg den Turm mit seinem Schieferdach
in brand. Die Frankfurter bauten ihn drei Jahre später wieder auf und
nutzten ihn seitdem als Zoll- und Feuerwehrhaus sowie als Belüftung für
die Kanalisation. Wer beim Rundgang durch Frankfurt Durst bekommt, ist hier richtig. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts ist in der
Turmschänke ein Bier- und Weinlokal ansässig, das unter anderem den
bekannten Äppelwoi ausschenkt.


Im Jahre 1867 wurde zu Ehren von Johann
Wolfgang von Goethe Goetheturm am nördlichen Rand des
Frankfurter Stadtwalds erbaut. Der 22 Meter hohe
Holzturm war hier erbaut worden, weil der Dichters Karl Heinrich Ehrt
in einem Gedicht beschrieb, dass Goethe hier gern spazieren ging und
dabei auf die Stadt hinabblickte. Der Dichter gab der Stelle in seinem
Werk den Namen Goethes Ruh.
Gipsmodell aufgestellt. Anlass dafür war das
400-jährige Jubiläum des Buchdrucks und der Umstand, dass Gutenberg von
1454 - 1457 in Frankfurt lebte. Das Denkmal mit den Bronzefiguren auf
Sandstein im gotischen Stil wurde mit der damals neu entwickelten
Galvanotechnik zur Metallbearbeitung hergestellt. Auf der Säule stehen
Johannes Gutenberg im langen Mantel sowie seine beiden Unterstützer und
Gläubiger Hans Fust und Peter Schöffer. Darunter befinden sich zu Ehren
von dreizehn bedeutenden Druckern und Verlegern deren
Medaillonbildnisse. Das 14. Bildnis ist das des Bildhauers. Direkt
unterhalb sind die Wappen von Mainz, Straßburg, Venedig und Frankfurt
zu erkennen, da diese Städte seinerzeit maßgeblich an der Erfindung der
Druckkunst beteiligt waren.
Bereits im Jahr 1671 befand sich nahe der
heutigen Hauptwache ein kleines Gebäude für die Soldaten der Armee der
Freien Stadt Frankfurt. 1728 musste es einem Neubau weichen. Geplant
war ein Wach- und Gefängnisgebäude mit zwei Stockwerken. Gebaut wurde
einstöckig, weil die Nachbarn nicht beim Blick aus dem Fenster auf
Gefängnismauern blicken wollten. Stadtbaumeister Johann Jakob Samhaimer
erschuf ein Gebäude, dessen dreieckiges Giebelfeld an der Südseite eher
an einen Tempel als an ein Gefängnis erinnert.
Kaiserdom dem Apostel Bartholomäus geweiht.
Die Legende besagt, dass Bartholomäus einst die besessene Tochter eines
armenischen Königs heilte. Dieser konvertierte darauf zum christlichen
Glauben und ließ heidnische Religionsstätten zerstören. Der Bruder des
Königs verurteilte Bartholomäus daraufhin zum Tode und ließ ihm erst
bei lebendigem Leibe die Haut abziehen und danach köpfen. Die
Schädeldecke ist heute das wichtigste Stück unter den Reliquien des
Doms. 1356 wurde Frankfurt durch die Goldene Bulle von Karl dem 4. zum
Wahlort des Königs ernannt. Da der König gleichzeitig den
Titel „Römischen Kaiser“ erhielt, wurden in den folgenden 230 Jahren 10
Kaiserkrönungen in St. Bartholomäus vorgenommen. Die Bezeichnung „DOM“
verdankt die Kirche nur diesen Krönungszeremonien, denn normalerweise
macht erst ein Bischofssitz aus einer Kirche einen Dom. Das
Fehlen eines Bischofs war aber überhaupt erst der Grund dafür, dass
eine Kirche dieser Größe in Frankfurt gebaut wurde. Sie wurde nämlich
vom Stadtrat in Auftrag gegeben, um der wachsenden Gemeinde ein
adäquates Gotteshaus zur Verfügung zu stellen. Dabei mussten
Kompromisse geschlossen werden, weil das Baugrundstück zu klein war und
keiner der Anwohner sein Anwesen verkaufen wollte. Die Architekten
machten aus der Not eine Tugend und schufen den Dom mit dem längsten
Querschiff Deutschlands. An die Gestaltung einer prächtigen Westfassade
war nicht zu denken, weshalb bis heute das Hauptportal im Norden liegt.
Wenn die Stadt Frankfurt nicht ihr Rathaus abgerissen hätte, gäbe es
wahrscheinlich bis heute nicht einmal den Westturm.
Im 13 Jahrhundert stand an gleicher Stelle ein
steinernes Haus, das im Bereich der jüdischen Gemeinde lag und
vermutlich für Verkaufsmessen und Holzlagerung verwendet wurde. Ende
des 14 Jahrhunderts wurde das baufällige Haus abgerissen. Der
Stadtbaumeister Madern Gerthner erbaute hier im Auftrag der Stadt ein
Stadtwaage, denn über den Weckmarkt führte die alte Handelsroute zu den
Lagerplätzen am Main. Seltsamerweise wurde das Gebäude
gleichzeitg auch als Leinwandhaus bezeichnet.
von
Wanebach und dessen Schwiegersohn gestiftet wurde. Katharina von
Wanebach, seine Witwe, erreichte 1325, dass der Erzbischof
von Mainz sie zur Siftskirche „ Zu unserer Lieb Frauen“ machte. 19
Jahre später wurde die Kapelle zu einer dreischiffigen gotischen
Hallenkirche erweitert. An ihrer Westseite kann man noch Teile der
Stadtmauer aus dem 12 Jahrhundert sehen. 1418 erhielt die südliche
Fassade und ihren wichtigsten architektonischen Schmuck, einen
Tympanon, der die Anbetung der Könige darstellt. 1453 bekam
die Kirche ihren Glockenturm. Dieser wurde nicht komplett neu gebaut.
Stattdessen wurde der westlichen Turm der Stadtbefestigung
umgebaut.
Die Paulskirche blickt auf eine sehr lange und
bedeutungsvolle Vergangenheit zurück, die man ihr aber auf den ersten
Blick nicht ansehen kann, da sie mehrfach wiederaufgebaut wurde.
Urkundlich erwähnt ist bereits ihr Vorgänger, die Barfüßerkirche mit
dem Barfüßerkloster aus dem Jahr 1270. Der Orden der Barfüßer übernahm
im sehr rasant anwachsenden Frankfurt zahlreiche seelsorgerische
Aufgaben. Aufgrund eines Konfilktes zwischen dem König und dem Papst
wurde das Kloster zwischen 1330 und 1350 geschlossen und Gottesdienste
in Frankfurt grundsätzlich verboten. Im 15 Jahrhundert wurde
die Anlage zum ersten Mal erweitert. Ein Kreuzgang wurde errichtet, die
Kirche erhielt ein Gewölbe und der Chor wurde neugebaut.
abkaufte, verdankt das historische Rathaus wahrscheinlich seinen Namen.
Von damals bis heute ist es Mittelpunkt der Stadt und Amtsitz des
Bürgermeisters und seiner Mitarbeiter. Mit seiner Treppengiebelfront
wurde der Gebäudekomplex über die Jahrhunderte zu einem Wahrzeichen der
Stadt und ist damit ein wichtiger Bestandteil jeder Stadtführung durch Frankfurt. Aus architektonischer Sicht ist der Römer eines der wichtigsten
nicht-kirchlichen gotischen Gebäude. Geschichtlich gesehen erlangte er
große Bedeutung, weil bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit einer
Anzahl von 52 Staatsakten nirgends mehr Könige und Kaiser gewählt bzw.
gekrönt wurden.
Die heutige Sankt Katharinenkirche,
eine einschiffige Hallenkirche aus verputztem Bruchstein wurde zwischen
1678 und 1681 erbaut. Schon 1343 standen hier ein Spital und ein
Kloster für adelige Jungfrauen. Beide jeweils mit einer kleinen
zugehörigen Kapelle. Im Jahr 1590 beschloss der Rat der Stadt
Frankfurt, aus den beiden Kapellen durch Zusammenlegung eine neue
Kirche zu machen.Im Laufe der Zeit wurde diese immer baufälliger. Die
letzte Messe erfolgt dann im Januar 1678 und anschließend begann der
Abriss mit nachfolgendem Neubau der heutigen Sankt
Katharinenkirche. Die für Kirchen typische repräsentative Westfassade
wurde erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts fertiggestellt, weil bis
dahin die mittelalterliche Staufenmauer im Weg war.Diese Seite verwendet u. a. Bilder von PIXELIO
Einzelnachweis:
Boerse: Daniel Gast / pixelio.de
Eschenheimer
Turm: Lizenz: cc_by_sa_30 Autor: Dontworry
Leinwandhaus:
Lizenz gemeinfrei Autor: Mylius
Alte Bruecke: Lizenz
cc_by_sa_30 Autor: Popie
Alte Nikolaikirche: Lizenz
cc_by_sa_30 Autor: Mylius
Bockenheimer Warte: Lizenz
cc-by-sa-20 Autor: Nicolas17
Goethehaus: Lizenz cc_by_sa_30
Autor: Mylius
Friedberger Warte: Lizenz cc-by-sa-30 Autor:
Dontworry
Galluswarte: Lizenz cc-by-sa-30 Autor:
EvaK
Goetheturm: Lizenz cc-by-sa-30
Autor: Popie
Gutenberg Denkmal: Lizenz cc-by-sa-30
Autor: Dontworry
Hauptwache: Daniel Gast / pixelio.de
Kaiserdom:
Patrick Hollerbach / pixelio.de
Katharinenkirche: Daniel
Gast / pixelio.de
Liebfrauenkirche: Lizenz cc-by-sa-30
Autor: rupp.de
Paulskirche: Lizenz cc-by-sa-30
Autor: dontworry
Roemer: Carlo Schrodt / pixelio.de