Auf dieser Seite möchten wir Ihnen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt Bayerns vorstellen. Das Wahrzeichen der Stadt, das ohne Zweifel zu den Top 10 Sehenswürdigkeiten in München zählt, ist die gotische Frauenkirche mit ihren Zwiebeltürmen. Andere sakrale Münchener Top Sehenswürdigkeiten sind die Peterskirche, ihrerseits älteste Pfarrkirche der Stadt, sowie die nach außen unscheinbare Asamkirche. Zu den interessanten Orten, die bei keiner Stadtbesichtigung Münchens fehlen dürfen, zählen außerdem Karlsplatz und Marienplatz, die Residenz als größtes Innenstadtschloss von Deutschland sowie der Biertempel genannt Hofbräuhaus. Für diese und weitere Top Sehenswürdigkeiten Münchens können Sie im Folgenden alles Wissenswerte nachlesen.

Zu Ehren des bayerischen Heeres ließ
König Ludwig I. von 1841 bis 1844 durch Friedrich
von Gärtner die Feldherrnhalle erbauen. Als Vorbilddieser Münchner Sehenswürdigkeit diente
die Loggia dei Lanzi in Florenz. Die beiden Bronzestandbilder
von Graf Tilly (dem Sieger der Schlacht am weißen Berg 1620) und Fürst
Wrede (dem Sieger gegen die Franzosen 1814) wurden aus dem
Kupfer eingeschmolzener Kanonen gegossen. In München macht man sich oft
lustig über die Namensgebung "Bayerische Feldherrnhalle", denn Graf
Tilly war kein Bayer sondern Belgier und Fürst Wrede war kein Feldherr.
Am 9. November 1923 marschierte Adolf Hitler mit einigen
Anhängern auf die Feldherrnhalle zu. Die Polizei konnte diesen Aufstand
jedoch niederschlagen.

1392
vollendete der Baumeister Gabriel Ridler den Bau der
Katholischen Pfarrkirche Heilig Geist. Da sie eine der ältesten Kirchen
Münchens ist, kann sie auf eine lange Reihe von An- und Umbauten in
verschiedenen Stilformen zurückblicken. So wurde sie um zum Beispiel um
1730 durch die Gebrüder Asam, die auch die Asamkirche schufen, an den
Stil des Barock angepasst. Der Anbau der südlichen Vorhalle zum
Viktualienmarkt hin im Jahr 1906 war die letzte
architektonische Maßnahme bevor sie bei Luftangriffen im zweiten
Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde. Der bereits 1946 begonnene
Wiederaufbau erstreckt sich bis in die Gegenwart.
Nach
Sendlinger Tor und Karlstor wurde im Zuge der 2.
Stadtbefestigung im Jahr 1337 als letztes Stadttor das
Isartor erbaut. Seinen Namen verdankt es dem Umstand, daß der Weg durch
das Tor stadtauswärts in Richtung Isar geht. Als einziges der Münchner
Stadttore besitzt es noch heute den typischen Mittelturm. Die Bilder
und Fresken, die erst 1833 während einer Restaurierung durch Friedrich
von Gärtner eingefügt wurden, zeigen den Triumphzug Kaiser
Ludwigs des Bayern nach der Schlacht bei Ampfing im Jahre 1322. Nachdem
der Hauptturm des Karlstors durch eine
Schwarzpulver-Explosion zerstört wurde, verwendete man die für ihn
angefertigte Uhr für den Turm des Isartors.
An
einem der verkehrsreichsten Punkte Münchens, dem Karlsplatz, befindet
sich das Karlstor. Genau wie das Sendlinger Tor und das Isartor gehört
es zur ehemaligen Stadtbefestigung. Durch seinen Standort trennt es die
historische Altstadt von der Ludwigsvorstadt. Der Karlsplatz erhielt
seinen zweiten Namen "Stachus" in der Zeit, als es hier eine
Gastwirtschaft gab, deren Wirt Eustachius Föderl hieß. Die erste
urkundliche Erwähnung des Karlstors, das damals noch Neuhauser Tor
hieß, datiert auf das Jahr 1302. Erbaut wurde es im Rahmen einer großen
Stadterweiterung, die durch Ludwig den Bayern angeordnet worden war.

1583 wurde der Grundstein für die
Michaelskirche gelegt. Mit ihr wurde zum ersten Mal eine
Das Nationaltheater ist innen wie auch außen
nach alt-griechischem Vorbild gestaltet. Sein Tempel-ähnliches Portal
existierte allerdings nicht von Anfang an. Dieser Anbau mit seinen
korinthischen Säulen wurde erst im Jahr 1825 realisiert, zwei Jahre
nachdem das komplette Theater bei einem Brand zerstört worden war. Dies
war nach dem Baubeginn im Jahre 1811 bereits die zweite Katastrophe.
Bevor nämlich am 12. Oktober 1818 mit Ferdinand Fränzls Oper „Die
Weihe“ der Neubau eingeweiht werden konnte, mussten ein Jahr zuvor
Teile des Neubaus wiederaufgebaut werden, weil sie ebenfalls einem
Feuer zum Opfer gefallen waren. Bis 1943 gab es hier viele große
Aufführungen. Dann zerstörten Weltkriegsbomben das Gebäude zum dritten
Mal. Für umgerechnet rund 31 Millionen Euro wurde es zwischen 1958 und
1963 rekonstruiert. Um diese immense Summe aufbringen zu können,
mussten auch Spenden aus der Bevölkerung herangezogen
werden.
Mitte des 18. Jahrhunderts war in den beiden
bestehenden Rathäusern der Platz knapp geworden.
Im Jahre 1664 erhielt der Architekt
Agostino Barelli, der auch die Theatinerkirche entwarf, von Kurfürst
Ferdinand Maria den Auftrag, das Schloss Nymphenburg zu erbauen. Der
Name Nymphenburg ist die deutsche Übersetzung des italienischen „Borgo
delle Ninfe“.
Zwischen 1508 und 1918 war die Residenz in München Stadtschloss
und Regierungssitz für den bayerischen Adel. Erbaut wurde sie im Jahre
1385 als Wasserburg von den Wittelsbacher Herzögen Friedrich und
Stefan, nachdem ein Jahr zuvor die Bürger einen Aufstand angezettelt
hatten. Um im Fall eines neuen Aufstands jederzeit schnell flüchten zu
können, ließen sie die Residenz, die damals noch Neuveste
hieß, am früheren Stadtrand erbauen. Bis zur Mitte des 16.
Jahrhunderts wurde sie dann kontinuierlich erweitert. Heute verfügt sie
auf einer Fläche von 10000 qm über 10 Innenhöfe. Neben dem Kaiserhof,
dem Kapellenhof und dem Apothekenhof, ist der Brunnenhof mit seinem
Glockenturm und dem Wittelsbacherbrunnen wohl der imposanteste. Die
Figur auf dem Brunnen stellt Otto von Wittelsbach dar. Um ihn herum
sind antike Götter gruppiert.
Nachdem der Friedhof der Frauenkirche aus
Platzmangel verlegt werden musste, beauftragte Herzog Albrecht der
Weise den Bau von Sankt Salvator als Friedhofskirche. Im Jahre 1494
konnte die Salvatorkirche dann eingeweiht werden. Im Laufe der
Jahrhunderte wurde die Kirche nicht nur zu religiösen
Zwecken, sondern auch als Abstellraum und als
Getreidespeicher gebraucht und sollte im Jahre 1804 sogar einmal
abgerissen werden. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts, als die
Wittelsbacher sich anschickten, ihren Einfluss in Richtung Griechenland
auszubauen, stellte König Ludwig der Erste den in München lebenden
orthodoxen Griechen die Salvatorkirche für ihren Gottesdienst zur
Verfügung. Während des zweiten Weltkriegs wurde das Gotteshaus nur
unwesentlich beschädigt. Die zum Schutz ausgelagerten Glasmalereien
allerdings wurden trotzdem durch Fliegerbomben zerstört. Da war die
Freude groß, als in den 90er Jahren vor der Kirche eine Kiste gefunden
wurde, in der sich Scherben eben dieser Malereien befanden. Daraus
konnten bis zum Jahr 2000 vier neu zusammengesetzte Glasfenster
erstellt und auch eingebaut werden.
Wer
den vermutlichen Ursprung
Münchens sucht, der sollte auf seinem Stadtrundgang die Pfarrkirche Sankt Peter besuchen. Hier
auf dem Petersbergl gab es schon seit dem 8. Jahrhundert ein
Gotteshaus, das allerdings dem Neubau der Peterskirche weichen musste.
Diese wurde am 17. Mai 1294 durch Bischof Emicho von Freising
eingeweiht und ist durch ihren Turm, der auch Alter Peter genannt wird,
zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden. Die ursprünglich existierenden
zwei Türme wurden im Jahr 1327 bei einer Feuersbrunst zerstört und dann
durch den in der Mitte befindlichen ersetzt. Wer in der Lage ist, 306
Treppenstufen zu bewältigen, kann von der in 56 metern höhe
angebrachten Aussichtsplattform auf die Stadt herunterblicken. Im
Jahre 1607 wurde der Turm vom Blitz getroffen und danach mit einer
zusätzlichen Galerie wieder aufgebaut. Der Teufel war dadurch so
erboßt, dass er persönlich kam, um den Kirchturm wieder einzureissen.
Er wurde zwar durch den heldenhaften Einsatz des Turmwächters davon
abgehalten, aber die Turmspitze ist seitdem ein kleines bischen schief.
Das
Siegestor ist eine Sehenswürdigkeit in München und reiht sich architektonisch gesehen ein zwischen dem Pariser
Arc de Triomphe, dem Berliner Brandenburger Tor und
dem Konstantinsbogen in Rom, dem es auch nachempfunden wurde.
Die Katholische Stiftskirche St. Kajetan,
auch Theatinerkirche genannt, hatte eine Bauzeit von 102 Jahren. Dies
lag daran, dass sich die Verantwortlichen lange Zeit nicht darauf
einigen konnten, wie die endgültige Fassadengestaltung aussehen sollte.Diese Seite verwendet u. a. Bilder von PIXELIO
Einzelnachweis:
| Bild | Autor | Lizenz |
|---|---|---|
| Alter Hof | Rufus46 | CC BY-SA 3.0 |
| Asamkirche | Richard Huber | CC BY-SA 3.0 |
| Feldherrnhalle | Holger Weinandt | CC BY-SA 2.5 |
| Frauenkirche | DAVID ILIFF | CC BY-SA 3.0 |
| Heiliggeistkirche | Matthias Kern | CC BY-SA 2.0 |
| Hofbräuhaus | Kiban | gemeinfrei |
| Isartor | Stefan Beck | CC BY-SA 3.0 |
| Karlstor | Luidger | CC BY-SA 3.0 |
| Löwenturm | x | CC BY-SA 2.5 |
| Michaelskirche | Luidger | CC BY-SA 3.0 |
| Nationaltheater | Luidger | CC BY-SA 2.0 |
| Neues Rathaus | Memorino | CC BY-SA 3.0 |
| Nymphenburger Schloss | Manfred
Wagner pixelio.de |
lizenzfrei |
| Peterskirche | Softeis | CC BY-SA 3.0 |
| Residenz | Luidger | CC BY-SA 3.0 |
| Salvatorkirche | Rufus46 | CC BY-SA 3.0 |
| Sendlinger Tor | Andreas Steinhoff | lizenzfrei |
| Siegestor | Ogmios | CC BY-SA 3.0 |
| Stachus | Peter von Bechen pixelio.de |
lizenzfrei |
| Theatinerkirche | Birgit Winter pixelio.de |
lizenzfrei |
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