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Online Stadtführer für TOP Sehenswürdigkeiten in Heidelberg

Die Bismarcksäule

Der Bismarckturm ist eine Sehenswürdigkeit in HeidelbergDie Bismarcksäule am Südhang des Heiligenbergs feierte im Jahr 2003 ihren hundertsten Geburtstag. Gebaut wurde sie auf Betreiben der  heidelberger Studenten, die zusammen mit weiteren Spendern auch für die Kosten von 20000 Mark aufkamen.

Der 15 meter hohe Turm aus Sandstein, entworfen durch den Architekten Wilhelm Kreis,  ist als Mischung aus Aussichtsturm und Feuersäule konzipiert. In der 2,5 meter durchmessenden eisernen Feuerschale oben auf dem Turm wurden verschiedene Materialien mit Erdöl vermischt, angezündet und brannten dann mit meterhohen Flammen.
Die Abbildung auf der Vorderseite der Säule zeigt den Reichsadler mit der Schlange der Zwietracht.
Wer im Turminneren auf die Aussichtsplattform steigt, hat einen schönen Blick auf die heidelberger Altstadt.


Das Brückentor

Das Brückentor am südlichen Ende der Alten Brücke stammt aus dem Mittelalter. Es war ursprünglich mitden beiden 28 Meter hohen Zwillingstürmen ein Teil der Stadtbefestigung. Fremde, die die Brücke zur damaligen Zeit passieren wollten, mussten einen Brückenzoll entrichten. Bei Angriffen konnte sie durch ein Falltor schnell verschlossen werden. Das Brückentor ist eine Sehenswürdigkeit in Heidelberg
Die beiden noch erhaltenen Rundtürme aus dem 15 Jahrhundert sind ursprüngliche Bestandteile der um Heidelberg verlaufenden spätgotischen Stadtmauer. Im 18 Jahrhundert erhielt das Brückentor seine heutige barocke Gestalt, erkennbar an den spätbarocken Helmen, die auf die Türme aufgesetzt wurden. Drei niedrige Kerkerräume befinden sich im westlichen Turm, der daher auch den Namen Schuldturm trägt. Über eine kleine Wendeltreppe im östlichen Turm gelangte man in die Wohnung des Brückenwächters, die über dem Torbogen lag. Nach dem zweiten Weltkrieg wohnte der  Wiedererbauer, Architekt und Kunsthistoriker Rudolf Steinbach in der ehemaligen Wohnung, bevor 1956  der Schriftsteller Gert Kalow hier einzog.
Direkt neben dem Brückentor am südlichen Ufer des Neckars befindet sich die vom Bildhauer Gernot Rumpf  1979 entworfene Bronzeskulptur des Brückenaffens. Schon im 15. Jahrhundert befand sich am damaligen Affenturm das Relief eines Affens, der sich an den verlängerten Rücken fasste und dabei in den Spiegel sah. Mit dieser spöttischen Geste wurden die Reisenden in der Stadt Heidelberg begrüßt. Unter dem Affen soll der folgende Spruch eingemeißelt gewesen sein:
Was thustu mich hie angaffen? Hasttu nicht gesehen den alten Affen zu Heydelberg?  Sich dich hin und her, da findest du meines gleichen mehr.
Der Original-Affe aus dem 15 Jahrhundert wurde im pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 bis 1693 vollständig zerstört. Ein kurzer Halt wärend des Stadtrundgangs durch Heidelberg ermöglicht hier ein lustiges Erinnerungsfoto. Der heutige Affe hat einen hohlen Kopf, in den man seinen eigenen Kopf hineinstecken kann, um sich dann ablichten zu lassen.


Das Heidelberger Schloss

Das Heidelberger SchlossDie Ruine des Heidelberger Schlosses ist wohl das bedeutsamste Wahrzeichen der Stadt. Es beherrscht vom Nordhang des Königstuhls aus das Bild der Stadt. Ursprünglich stand hier die Burg von Herzog Ludwig von Bayern. Strategisch hatte die Burg eine sehr große Bedeutung, da sich unterhalb das Neckartal stark verengt und somit die dortige Furt leicht beherrschbar war. Über die Entstehung der einstigen Burg ist nur sehr wenig bekannt. Jedoch wurde im Jahre 1415 der abgesetzte Papst  Johannes der Dreiundzwanzigste durch den Kurfürsten Ludwig den Dritten im Schloss inhaftiert. Im Lauf der Jahrhunderte wurde das Schloss im Stil der Renaissance durch die Kurfürsten ständig erweitert. Kurfürst Ruprecht der Dritte wurde im Jahre 1398 erster Deutscher König und lies den Ruprechtsbau errichten. Kurfürst Ludwig der Fünfte erneuerte  die Wehranlagen und die Wirtschaftsgebäude, der Komfort stand dabei im Hintergrund. Wichtig für ihn war lediglich die Stärkung der Burg gegenüber feindlichen Angriffen. Der Wechsel zwischen Gotik und Renaissance wird geprägt von dem Gläsernen Saalbau, den Kurfürst Friedrich der Zweite im Jahre 1544 erbaute. Zu den beeindruckendsten Renaissance – Palästen zählt sicherlich der Ottheinrichsbau, den, wie der Name schon sagt, der Kurfürst Otto Heinrich  errichten lies.
16 kunstvolle Fürstenstandbilder verzieren die Fassade des Friedrichbaus, den Kurfürst Friedrich der Vierte in seiner  Regierungszeit 1592 bis 1610 errichtete.
Der weltberühmte Schlossgarten – Hortus Palatinus- , und der Englische Bau wurden vom Winterkönig Kurfürst Friedrich in der Zeit von 1610 bis 1632 erbaut. Für seine Frau Elisabeth liess er das Elisabethentor erbauen. Da seine Bauten sehr viel Platz benötigten, veranlasste er, daß die Wehrhaftigkeit des Schlosses reduziert wurde, indem er unter anderem Wehrgräben zuschütten liess. General Tilly eroberte 1622 im dreißigjährigen Krieg die Stadt Heidelberg und das Schloss. Als Kriegsbeute wurde die berühmte Pfälzer Bibliothek – Bibliotheca Palatina über die Alpen in den Vatikan transportiert, wo sie noch heute lagert. 1689 und 1693 erfolgte die endgültige Zerstörung durch französische Truppen im Pfälzischen Erbfolgekrieg.
Auf Beschluss des Kurfürsten sollte in Mannheim eine neue moderne Residenz erbaut werden. So besiegelte ein Brand aufgrund eines Blitzschlags im Jahre 1764 das endgültige Ende des gerade renovierten Schlosses. Fortan diente die Ruine als Steinbruch für Baumaterial für das neue Schwetzinger Sommerschloss, die Jesuitenkirche und auch für die Heidelberger Bürger.  
Das Heidelberger Schloss wurde nie mehr vollständig  aufgebaut. Charles Graf von Graimberg, ein französischer Emigrant, kümmerte sich ab 1810 um die Erhaltung der Ruine. Um 1900 wurden Teile des Schlosses restauriert, die heute im Zuge einer Stadtbesichtigung besucht werden können.


Die Heiliggeist Kirche

Die Heiliggeistkirche ist eine Sehenswürdigkeit in HeidelbergDie bekannteste Kirche Heidelbergs ist die Heiliggeist Kirche, mitten im Zentrum direkt am Marktplatz und somit wärend eine Heidelberg-Tour kaum zu verfehlen. Ihre Silhouette beherrscht das gesamte Stadtbild. Sie  wurde erstmalig im Jahre 1239 erwähnt. Bereits im 14 Jahrhundert löste die Heiliggeist Kirche die Peterskirche als Pfarrkirche ab.  Baumeister und Finanzkoordinator war Arnold Rype. Die gesamte Bauzeit der heutigen Heiliggeist Kirche erstreckte sich über ungefähr eineinhalb Jahrhunderte. Im Jahr 1411 wurde der Chor eingeweiht, 1441 das Langhaus fertiggestellt und erst 1544 wurde der Turmbau vollendet. Kurfürst Ludwig der Erste holte den Turmbauspezialisten Nicolaus Eseler aus Mainz nach Heidelberg, der dann den Großteil des heutigen Turms erbaute. Erst im Jahre 1709, nach der Zerstörung im pfälzischen Erbfolgekrieg,  erhielt die Heiliggeist Kirche ihre noch sehr gut erhaltende Barocke Haube.
Heute befindet sich nur noch die Grabplatte von Kurfürst Rupprecht dem Dritten von der Pfalz in der Heiliggeist Kirche, die Grabplatten der restlichen pfälzischen Kurfürsten wurden während des pfälzischen Erbfolgekrieges zerstört.


Die Karl-Theodor Brücke

Die Karl-Theodor Brücke oder Alte Brücke, wie sie von den Einheimischen genannt wird, verbindet die Altstadt mit dem östlichen Ende des Stadteils Neuenheim.
Sie ist 200 meter lang, etwa 7 meter breit und 10,40 meter hoch. Kurfürst Karl-Theodor veranlasste den Bau der heutigen Brücke im Jahre 1786.
Die Karl-Theodor-Brücke oder Alte Brücke ist eine Sehenswürdigkeit in HeidelbergAcht Vorgängerbrücken standen bereits an dem heutigen Platz der Karl-Theodor Brücke. Die erste Brücke wurde im 13 Jahrhundert erbaut. Bereits im Jahre 1288 wurde diese hölzerne Brücke, wie auch ihre vier Nachfolger, durch auf dem Wasser treibendes Eis zerstört. Bildliche Darstellungen gibt es erstmalig von der sechsten Brücke aus dem Jahre 1526. An einem Ende befand sich das Brückentor mit seinen Zwillingstürmen, am anderen Ende der Affenturm mit dem bekannten Brückenaffen. Diese Brücke wurde ebenfalls wieder durch Eisgang im Jahre 1565 zerstört. Auf den unbeschädigten Steinpfeilern wurde eine neue Holzbrücke erbaut. Diese sogenannte Merian Brücke wurde im Pfälzischen Erbfolgekrieg durch die Franzosen zerstört. 20 Jahre später, im Jahre 1706, wurde eine neue Holzbrücke erbaut, aber auch diese wurde im Jahre 1786 ein Opfer des treibenden Eises. Kurfürst Karl-Theodor beauftragte gegen den Widerstand leitender Beamten, einen unbekannten Baumeister mit dem Bau einer Brücke aus Stein. Fertiggestellt wurde sie im Jahre 1788 und war damals nach dem Mannheimer Schloss das zweit teuerste Bauwerk der Kurpfalz. Die Stadt Heidelberg musste für die Kosten aufkommen, verschuldete sich und erhob deshalb eine Sondersteuer, die die Bürger zu entrichten hatten.
Im Laufe der Jahrhunderte war die Brücke mehrfach Schauplatz von Kämpfen um die Stadt Heidelberg, wurde dabei aber nie bemerkenswert beschädigt.
Im zweiten Weltkrieg wurde Heidelberg weitgehend verschont, jedoch wurde gegen Ende des Krieges die Brücke von fliehenden deutschen Soldaten teilweise gesprengt. Sofort nach Kriegsende endschieden die Heidelberger, die Alte Brücke wieder aufzubauen.
Die Standbilder auf dem zweiten und siebten Pfeiler zeigen Kurfürst Karl Theodor sowie Minerva, die Göttin der Weisheit.


Das Haus zum Ritter

Das Haus zum Ritter ist eine Sehenswürdigkeit in HeidelbergIm Jahre 1592 liessen die Tuchhändler Franziska und Carolus Belier, die unter dem rechten Doppelfenster im 2. Stock verewigt sind,  das Renaissance – Bauwerk „Hotel zum Ritter“ erbauen.  
Als einziges Gebäude der Stadt entging es mehreren Feuersbrünsten:
Bis zum Jahr 1635 wurde Heidelberg in Folge des Dreißigjährigen Krieges mehrfach erobert, zurückerobert und schließlich niedergebrannt. 1689 zerstörte im pfälzischen Erbfolgekrieg Generalleutnant Melac – der heute gern als Kinderschreck herhalten muß – die Stadt. 1693 kehrten die Soldaten des Französischen Königs Ludwig des Vierzehnten nach Heidelberg zurück und  setzten die Kurpfälzische Residenz in Brand. Das  Feuer breitete sich aus und legte wiederum die Stadt in Schutt und Asche. Nur das Haus zum Ritter blieb jeweils standhaft, da es als einziges Haus in Heidelberg aus Stein erbaut worden war. Von 1693 bis 1703 war hier der Rat der Stadt untergebracht. Abgesehen von dieser Zeit war es immer ein Gasthaus,in dem man wärend eines Stadtrundgangs durch Heidelberg gern mal eine Pause einlegt.
In dem reichlich verzierten Giebel befinden sich mehrere lateinische Schriftzüge die auf die Beständigkeit des Hauses verweisen:
 „Persta invicate, Venus  übersetzt bedeutet es: Bleibe stets unbesiegt, Schönheit“
„Si lehova non aedificet domum, frusta laborant aedificantes eam , übersetzt bedeutet es:  Wenn nicht Jehova das Haus erbaute, arbeiteten seine Bauleute vergeblich“
„Soli. Deo. Gloria übersetzt bedeutet es:  Dem einzigen Gott zum Ruhme“
Seinen vollständigen Namen „Haus zum Ritter Sankt Georg“ verdankt es einer Ritterfigur ganz oben auf dem Giebel. Es beeindruckte den französischen Dichter Victor Hugo durch seine Standhaftigkeit  derart, dass er dem Haus zu Ehren ein Gedicht verfasste.


Der Hexenturm

Der Hexenturm ist eine Sehenswürdigkeit in Heidelberg
Der 34 meter hohe Hexenturm , der früher auch Diebesturm genannt wurde, ist der einzige noch existierende Eckturm der ehemaligen Stadtbefestigung. 

Der Turm war zur Stadtseite hin offen, damit mögliche Eroberer keine Deckung finden konnten. Nach der Erweiterung der Befestigungsanlagen  im Jahr 1392 wurde der Turm als Gefängnis für Hexen und Diebinnen genutzt. Im 18. Jahrhundert ersetzte man das ursprüngliche Spitzdach durch das heutige Barockstil-Dach.

Heute ist der Hexenturm architektonischer Teil der Neuen Universität und beherbergt im Obergeschoss eine Gedenkstätte für ihre im 1. Weltkrieg gefallenen Studenten und Angestellten.


Die Jesuitenkirche

Ursprünglich war die Jesuitenkirche eine dreischiffige Hallenkirche, der einstige Südflügel wurde im 19 Jahrhundert abgerissen. Erbaut wurde sie in den Jahren 1712 bis 1723 im barocken Stil. Als Baumaterial fanden Steine vom Turm des Heidelberger Schlosses Verwendung. Die Fertigstellung unter der Leitung des Kurpfälzischen Hofarchitekten Franz Wilhelm Rabaliatti erfolgte erst im Jahre 1759.Die Jesuitenkirche ist eine Sehenswürdigkeit in Heidelberg Verantwortlich für die verspätete Fertigstellung war Carl Philipp, der Nachfolger des Kurfürsten Johann Wilhelm, weil er dem Bau der Jesuitenkirche in seiner neuen Residenz in Mainz den Vorzug gab. Kurfürst Carl Theodor liess im Jahre 1749 die Bauarbeiten des Kirchenschiffs und der nördlichen Giebelfassade fortsetzen. Der 78 Meter hohe Turm entstand erst zwischen den Jahren 1868 und 1872. In dieser Zeit wurde die Kirche auch entbarockisiert. Eine Besonderheit der Jesuitenkirche ist die prächtige Giebelfassade, die in drei senkrechte Achsen aufgeteilt ist. In den Nischen über den Seitenportalen sieht man die Figuren des Gründers des Jesuitenordens Ignatius von Loyola und des Jesuitenmissionars Franz Xaver. Eine Jesus-Figur befindet sich in der mittleren Nische im oberen Teil. Oben auf dem Giebel befindet sich die Kardinaltugend des Glaubens mit den Zeichen des Kreuzes.
Nach Auflösung des Jesuitenordens im Jahre 1773 wurde auch das Heidelberger Jesuitenkolleg aufgelöst. Seitdem wurde die Jesuitenkirche für unterschiedliche Zwecke genutzt. Der Lazaristenorden nutzte sie bis 1793, im Anschluss diente sie zweckentfremdet als Kaserne, als Lazarett für Soldaten in der Napoleonischen Zeit,  als Höhere Bürgerschule und als privater Wohnraum. 1809 wurde das Gebäude in eine reguläre Pfarrkirche der katholischen Pfarrgemeinde Heidelbergs überführt, mit dem Namen Heilig – Geist. Durch eine Mauer getrennt beherbergte sie bis 1936  sowohl Reformierte als auch Katholiken. Die Jesuitenkirche ist noch heute die katholische Hauptkirche Heidelbergs. Ihre Pfarrer waren gleichzeitig auch Lehrbeauftragte für Katholische Theologie an der evangelischen Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg.


Der Karlsplatz

Der Karlsplatz ist eine Sehenswürdigkeit in HeidelbergWo bis 1803 ein Franziskanerkloster stand, befindet sich nach dessen Abriss der Karlsplatz und eröffnet dem Besucher einen traumhaften und ungehinderten Blick auf die berühmte Ruine des Heidelberger Schloss. Seinen Namen erhielt er vom damaligen Großherzog Karl Friedrich von Baden. Eingerahmt wird der Karlsplatz unter anderem von den zwei ältesten Heidelberger Studentenkneipen  „zum Seppl“ und „Zum Roten Ochsen“ aus dem 17. bzw. 18. Jahrhundert, sowie durch die Akademie der Wissenschaft und das Palais Boisserée. Zu Ehren des Humanisten und Kosmographen Sebastian Münster, der im 16 Jahrhundert im Franziskanerkloster arbeitete, wurde 1978 in der Mitte des Platzes ein Brunnen errichtet. Der Karlsplatz eignet sich vorzüglich als Startpunkt für eine Stadtbesichtigung bzw. einen Rundgang duch Heidelberg.


Das Karlstor

Das KarlstorEin freistehender römischer Triumphbogen am östlichen Rande der Altstadt von Heidelberg bildet dasDas Karlstor ist eine Sehenswürdigkeit in Heidelberg Karlstor. Der Bau erstreckte sich über 6 Jahre, bis es im Jahre 1781 fertig gestellt wurde. Entworfen wurde der Sandsteinbau von dem Architekten Nicolas de Pigage. Ursprünglich sollte es ein Geschenk der Stadt Heidelberg an den Kurfürsten Karl Theodor sein, was die Heidelberger Bürger nicht davon abhielt, sich über die viel zu hohen Baukosten zu beschweren.
Auf der Ostseite des Karlstores befindet sich das Wappen des Kurfürsten Karl Theodor flankiert von zwei Löwen, auf der Westlichen, der Innenstadt Heidelbergs zugewandten Seite, befinden sich die Porträts von Kurfürst Karl Theodor und seiner Gemahlin.
An den Wänden im Keller des Tores befinden sich Ketten, was darauf schliessen läßt, dass dieser Bereich vormals als Gefängnis benutzt wurde.


Der Kornmarkt

Der KornmarktBis zur Mitte des 16. Jahrhunderts stand auf dem Gebiet des heutigen Kornmarkts ein Altersheim, genannt Altes Spital. Nach dessen Abriss entstand der Kornmarkt als Milch- und Krautmarkt. Um ihn vom bereits bestehenden Marktplatz zu unterscheiden, wurde er bis Ende des 17. Jahrhunderts Neuer Markt genannt.
1718 wurde unter Kurfürst Karl Philipp der Bildhauer Peter van den Branden beauftragt, die Statue der Muttergottes zu erschaffen. Sie wurde hier durch die Jesuiten aufgestellt, weil die überwiegend protestantische Bevölkerung wieder katholisch werden sollte. Da die Mutter Gottes zusätzlich auch zur Schutzpatronin des katholischen Glaubens erklärt wurde, wurde das Kunstwerk zu einer Art religiöser Andachtstätte und Versammlungsort. Der Erfolg der Bekehrungsbemühungen hielt sich allerdings in Grenzen, so daß die Statue relativ schnell an Bedeutung verlor. Die Muttergottes-Figur auf dem Sockel ist eine Kopie. Das Original befindet sich im Kurpfälzischen Museum und kann dort besichtigt werden.
Das Gebäude an der dem Schloss zugewandten Ecke des Platzes ist das Palais Graimberg. Es stammt aus dem 18 Jahrhundert und war der Wohnsitz von Graf Charles de Graimberg. Dieser brachte im Haus Requisiten aus dem Heidelberger Schloss zur Ausstellung, und sorgte damit maßgeblich dafür,  dass die Ruine nicht mehr als Steinbruch benutzt wurde. Heute beherbergt das Haus verschiedene städtische Behörden.


Der Marktplatz

Der Marktplatz in HeidelbergDer Marktplatz wird begrenzt von den nördlichen und südlichen Häuserreihen, dem Rathaus im Osten und der Heiliggeistkirche im Westen. In seiner Mitte befindet sich der Herkulesbrunnen, der als Antwort der Stadt auf die zu aufwändigen Wiederaufbaupläne des Kurfürsten Johann Wilhelm, nach den Verwüstungen durch den Dreißigjährigen Krieg gebaut wurde. Geschaffen wurde er von dem Bildhauer Johann Martin Laub am Anfang des 18. Jahrhunderts. Die Figur des starken Helden Herkules wurde gewählt, um darauf hinzuweisen, welche enormen Kraftanstrengungen der damals nur 150 Einwohner nötig sein würden um die kurfürstlichen Pläne zu verwirklichen. Da es zur damaligen Zeit besonders an Trinkwasser mangelte, wurde ein Brunnen als Standort gewählt.
Der Markplatz diente damals wie heute als Wochenmarkt, in früheren Jahrhunderten aber auch als Platz für öffentliche Gerichtsverhandlungen. Am 31. Juli 1812 wurde hier die Räuberbande des Hölzerlips, mit bürgerlichen Namen Georg Philip Lang, in einem großen Schauprozess schuldig gesprochen und später ausserhalb der Stadt hingerichtet.


Die Peterskirche

Die Peterskirche wurde bereits im 12. Jahrhundert, also vor der Gründung der Stadt Heidelberg, erbaut.Die Peterskirche ist eine Sehenswürdigkeit in Heidelberg Erste urkundliche Erwähnungen stammen aus dem Jahre 1196. Bis ins 14 Jahrhundert war sie die Pfarrkirche der Stadt Heidelberg, abgelöst wurde sie dann durch die größeren Heiliggeistkirche. Seit dieser Zeit diente die Peterskirche als Universitätskapelle und ist seit  1896 die vertraglich bestätigte Universitätskirche.
Bei der ersten baulichen Veränderung gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Universitätskapelle angebaut. Den neugotischen Stil erhielt das Gotteshaus, als es von 1864 bis 1870 in eine dreischiffige Hallenkirche umgebaut wurde. Neben der Kirche steht eine mehr als 120 Jahre alte Luthereiche, die hier aus Anlass des 400. Geburtstags von Martin Luther, im Jahr 1883 gepflanzt wurde. Vier neue Kirchenfenster wurden im Jahre 2006 eingebaut. Die drei Fenster in der  Universitätskapellestehen für „Begegnung, Auferstehung und Verfolgung“.  Das vierte in der nördlichen Seitenkapelle  steht für den  „Frieden“. Entworfen wurden sie von dem bedeutenden Glaskünstler Johannes Schreiter.
Eine Vielzahl von heidelberger Universitätsprofessoren wurden hier bestattet, unter anderem auch der erste Rektor Marsilius von Inghen. Insgesamt befinden sich etwa 150 Grabmale von kurfürstlichen Hofleuten und Universitätsprofessoren an den Innen und Außenwänden der Kirche.


Die Providenzkirche

Die Providenzkirche ist eine Sehenswürdigkeit in HeidelbergAuf Wusch von Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz und seiner Gemahlin wurde zwischen 1659 und 1661 für eine kleine lutherische Gemeinde die Providenzkirche auf dem Gelände des einstigen kurfürstlichen Herrengartens erbaut. Ihren Namen erhielt sie nach dem Wahlspruch des Kurfürsten aus dem Buch Mose „Dominus providebit“, was soviel bedeutet wie: Gott wird sorgen.
Wie viele Gebäude in Heidelberg, so wurde auch die Providenzkirche durch den großen Stadtbrand 1693 zerstört, aber schon kurz danach wieder aufgebaut. Architektonisch bezeichnet man diese Art Kirche als einschiffige Saalkirche. Der heutige Turm wurde erst 1717 hinzugefügt.
Der heute sichtbare Innenraum im Stil der Neorenaissance stammt  aus dem 19 Jahrhundert.
Die Providenzkirche ist neben der Heiliggeistkirche die zweite evangelische Hauptkirche in Heidelberg.


Die Ruine des Michaelsklosters

Die Ruine des Michaelsklosters Keine direkte Station eines Stadtrundgangs durch Heidelberg, aber trotzdem eine Sehenswürdigkeit. Auf dem Heiligenberg wurde bereits im 9 Jahrhundert über dem antiken Tempel des Merkur das Michaelskloster als Filialkoster des Benediktinerklosters Lorsch gegründet. Ein Neubau des Michaelklosters und der Michaels-Basilika erfolgte im Jahre 1023 durch den Abt und späteren Bischof von Speyer Reginbald. Es entstand eine stark erweiterte Anlage zu Ehren des Erzengels Michael und aller Heiligen, was auch dem Berg seien Namen gab.Das Michaelskloster ist eine Sehenswürdigkeit in Heidelberg
Gegen Ende des 11. Jahrhunderts erfolgte eine weitere Vergrößerung in Form des neu erbauten Stephansklosters. Bezahlt wurde dieses aus dem Guthaben von gefallenen Kreuzrittern. Im Jahr 1503 stürzte der Turm der Basilika ein und begrub die drei letzten Mönche unter sich. Dieses Ereignis war möglicherweise der Grund für die spätere Aufgabe des Klosters.
Im Jahre 1589 wurde beschlossen, die Klöster abzureißen und die Steine zu verkaufen. Hiermit sollte gleichzeitig verhindert werden, dass die leerstehenden Gebäude von Landstreichern, Kriminellen und anderen unerwünschten Personen als Unterschlupf benutzt werden konnten.
Im Jahr 1860 begann man erstmalig, durch Recherchen und Ausgrabungen den Ursprung der Ruinen zu ergründen.
Innerhalb der heute zugänglichen Überreste des Klosters wird durch Steinplatten im Boden auf den Grundriss des ehemaligen Merkurtempels hingewiesen.
Zufall oder Absicht: Sowohl Merkur als auch der Erzengel Michael gelten als Begleiter der Seelen auf dem Weg ins Jenseits.

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Diese Seite verwendet Bilder aus folgenden Quellen: 
Heidelberg Schloss , Jesuitenkirche: de.wikipedia.org, Lizenz CC-BY-SA 3.0, Autor: Pumuckel42
Alte Brücke: de.wikipedia.org, Lizenz  CC-BY-SA 3.0, Autor: Peter Schmelzle
Heiliggeistkirche: de.wikipedia.org, CC-BY-SA 3.0, Autor: Hans Lohninger
Peterskirche, Hexenturm: de.wikipedia.org, CC-BY-SA 3.0, Autor: BishkekRocks
Rathaus: de.wikipedia.org, gemeinfrei, Autor: Immanuel Giel
Haus zum Ritter: de.wikipedia.org, CC-BY-SA 3.0, Autor: Christian Bienia
Brückentor: de.wikipedia.org, CC-BY-SA 3.0, Autor: NEUROtiker
Michaelskloster: de.wikipedia.org, CC-BY-SA 3.0, Autor: Armin Kübelbeck
Marktplatz: de.wikipedia.org, CC-BY-SA 3.0, Autor: Reinhard Kraasch
Karlstor: de.wikipedia.org, CC-BY-SA 3.0, Autor: Beckstet
Bismarcksäule, Providenzkirche: de.wikipedia.org, CC-BY-SA 3.0, Autor: Solaris2006
Karlsplatz: de.wikipedia.org, CC-BY-SA 3.0, Autor: Reinhard Wolf